Ein Welpe aus unserer Nachzucht
Folgen Sie uns auch auf
YouTube


Asmus von den Nibelungen

geb. 16.10.2003
gest. 15.08.2014
Zuchtbuchnr. 108893
Hd frei ED +/-
Zuchtwerte HD 95 ED 93
BH, ZTP , VPG II
mehrfach V1 und V2

Mutter: Gamba vom Schwaiger Rathaus
Vater: Ambassador von Shambala

asmus Frauchen schreibt...

Asmus wird erwachsen. Im Alter von nun vier Jahren stelle ich eine Veränderung bei meinem Schmusebären fest. Das ungestüme Muskelpaket, das noch vor einem Jahr alles umrannte, was nicht schnell genug aus dem Weg ging, wird allmählich besonnener. Ich betrachte das mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Hab ich früher noch voller blauer Flecke, Kratzer am Körper vom Spielen und Blasen an den Händen von der Leine gehofft, dass er bald mal etwas ruhiger wird, so macht es mich nun doch ein klein bisschen wehmütig, dass mein Bubaugenscheinlich erwachsen wird. Vorbei ist das kindliche Herumtollen mit anderen Hunden: Rüden werden bestenfalls geduldet und ignoriert, Hündinnen kurz begrüßt und dann aber weitgehend in Ruhe gelassen. Gegenüber Menschen wird Asmus gleichgültiger, und auch im Umgang mit meinem kleinen Cousin Timo, den er vor einem Jahr im Spiel noch schamlos umrannte, verhält Asmus sich nun souveräner und ruhiger. Aus einem unbekümmerten, ungestümen Bub wurde (für mich jedenfalls) über Nacht ein "Mann".

Gleich geblieben sind jedoch sein Temperament und sein Enthusiasmus auf dem Hundeplatz und beim Spielen mit mir. Es gibt für Asmus nach wie vor nichts Schöneres, als eine Fährte zu suchen, dem Schutzdienst-Helfer auf die Pelle zu rücken oder bis zur völligen Erschöpfung im freien Feld mit mir Ball zu spielen. Auch Besucher werden nach wie vor stürmisch begrüßt, und wehe, sie lassen sich aufs Spielen mit Asmus ein: Dann dreht er zur Hochform auf - nichts als Schabernack und Dummheiten im Kopf, die er ausheckt. Das bringt uns direkt zum nächsten Punkt, der mir auffällt: Während Asmus früher als halbstarker Jungspunt "erst geschossen und dann gefragt" hat, wird die vermeintliche "Gefahr" nun erst argwöhnisch beobachtet und abgewogen, ob es sich überhaupt lohnt, anzuschlagen oder sich aufzuregen. Er ist selbstsicherer geworden und kann Unbekanntes besser einschätzen; was früher noch eine Bedrohung darstellte, dem ringt er heute höchstens ein gelassenes "Wuff" durch die Backen ab. Ebenso gelassen teilt Asmus auch seinen Tag ein: Abends nach der großen Gassirunde und dem Abendbrot verzieht er sich in sein Körbchen und wir sehen ihn zwei oder drei Stunden nicht mehr. Später vkommt er dann und sucht unsere Nähe (und die damit verbundenen Streicheleinheiten), die wir ihm genre gewähren und es natürlich auch genießen, das weiche Fell zu kraulen und sanfte Stubser mit der feuchten Nase zu bekommen wenn wir mal kurz mit dem Kraulen aufhören.

Grenzenloses Vertrauen - ich glaube, so kann man unser Verhältnis zueinander beschreiben. Ich weiß, dass ich mich immer und jederzeit auf meinen treuen Hund verlassen kann. Ich kann in ihm lesen und weiß, ob es ihm gerade gut geht oder nicht. Im Gegenzug erkennt auch er meine Gefühlslage und geht darauf ein. Er weiß, dass er zu uns gehört und dass wir fest zu ihm stehen, ganz egal, was passiert. Jederzeit! Früher sagte mal jemand zu mir: "Das, was man im ersten Jahr an Erziehung in einen Welpen steckt, ist späterhin einmal unbezahlbar!" Wie recht er doch hatte. Früher gab ich Kommandos auch mal doppelt oder dreifach und es wurde nervig, diese immer auch durchzusetzen (mir stellen sich die Haare zu Berge, wenn ich an Asmus' Flegelzeit mit neun bis 18 Monaten denke). Aber meine Hartnäckigkeit hat sich bewährt. Heute muss ich noch nicht einmal immer Kommandos geben: Meist reicht ein Blick, ein Fingerzeig, eine Kopfbewegung. Wir verstehen einander!


Asmus' Galerie enthält Bilder.