Ein Welpe aus unserer Nachzucht
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Kind und Hund


Kind und Hund - ein Thema, was immer vorsichtig zu händeln ist. Kindern ist oft nicht bewusst, was sie mit ihrem Abenteuerdrang vielleicht einem Welpen oder sogar erwachsenen Hund zufügen. Lassen Sie Ihren Hund mit Kindern, so gut sich beide auch kennen, nicht unbeaufsichtigt. Meist passieren Unfälle nicht aus dem bösen Willen des Tieres, sondern durch einen Schreckmoment, aus Angst oder zur Verteidigung. Damit Ihr Kind sich mit Hunden gut versteht, haben wir hier acht Regeln aufgeschrieben, die den Umgang zwischen Kind und Hund erleichtern sollen. Zeigen Sie Ihrem Kind diese Seite, lesen Sie sie ihm vor oder drucken Sie die Seite zur Erinnerung aus.

1. Behandle einen Hund immer so, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest.


Du magst es sicher nicht, wenn man dich ärgert oder dir wehtut. Ein Hund mag das auch nicht. Er wird dir auf seine Art sagen, dass du damit aufhören sollst - er knurrt oder er wehrt sich mit den Zähnen. Vorbei ist es dann mit der Freundschaft zwischen euch beiden - das wäre doch schade!

2. Frag immer erst den Besitzer, ob du seinen Hund anfassen darfst.


Viele Hunde spielen gerne mit Kindern. Es gibt aber auch sehr viele, die Kinder nicht gewöhnt sind oder schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht haben. All das weiß nur der Hundebesitzer, der sicher von dir beeindruckt sein wird, wenn du vorher fragst. Geh auch nicht alleine zu einer Hündin mit Welpen, zu einem Hund, der schläft, oder zu einem Hund, der vor einem Geschäft angebunden ist. Es könnte zu Missverständnissen kommen: Mama-Hündin verteidigt ihre Kinder, der schlafende Hund erschrickt und der vor dem Geschäft fühlt sich alleine gelassen und ist unsicher.

3. Richtiges Streicheln zeigt, ob du ein Hundekenner bist.


Halte einem Hund zuerst deine Hand zum Schnuppern hin, dann streichle ihn unter'm Kinn und seitlich bei den Ohren. Tatsch nicht gleich von oben auf seinem Kopf herum - er könnte aufschauen, um zu sehen was passiert, und seine Zähne sind dabei wirklich nahe bei deinen Fingern. Umarmen und An-sich-drücken kann auch zuviel für einen Hund werden. Denk nur an die Erwachsenen, die dich unentwegt drücken und küssen wollen - igitt! Also wenn du merkst, dass ein Hund sich duckt und von dir weg möchte, dann lass ihn gehen.

4. Schau einem Hund niemals starr in die Augen.


Hunde starren einander in die Augen um herauszufinden, wer der Stärkere ist. Das heißt, du forderst ihn so zum Kampf heraus. Und glaub mir, er ist der Stärkere - du dafür der weitaus Klügere. Vermeide alles, was ein Hund als Bedrohung empfinden könnte: Zum Beispiel direkt auf ihn zulaufen oder mit einem erhobenen Stock oder Tennisschläger auf ihn zugehen, oder an Schwanz, Ohren, Vorderbeinen oder Fell ziehen. Du magst es auch nicht, wenn man dich am Fell - äh, Pullover zieht.

5. Renne nie vor einem Hund davon oder an ihm vorbei - auch wenn du Angst hast.


Hunde jagen gerne und sie sind bestimmt schneller als du. Wenn du also schnell läufst, glaubt ein Hund vielleicht, dass du so etwas wie ein "Hase auf zwei Beinen" bist, den er packen könnte. Bleib lieber stehen, dreh dich weg von ihm und versuche ruhig zu bleiben. Schrei nicht und fuchtle nicht mit den Armen - denn Dinge, die sich nicht mehr bewegen, sind meist schnell langweilig für Hunde.

6. Stör einen Hund nie beim Fressen.


Fressen ist für einen Hund sehr wichtig. Wenn du ihn störst oder ihm das Fressen wegnimmst, kann er sehr böse werden. So wie du selbst wahrscheinlich, wenn man dir dein Brot klaut. Wenn er frisst, geh nur zu ihm, wenn deine Eltern aufpassen. Nimm einem Hund auch kein Spielzeug oder sonst etwas weg, das er gerade im Maul hat. Hunde packen fester zu, wenn man an den Gegenständen zieht, die sie gerade mit den Zähnen halten. Das gilt leider auch für deinen Pullover oder deine Hand, wenn er sie gerade geschnappt hat. Jetzt darfst du nicht ziehen, sondern musst einfach ganz stillhalten, bis er wieder auslässt. (Danach beschließt ihr aber alle in der Familie, euren Hund ein bisschen besser zu erziehen. Menschenhaut und Kleidung sollen für Hundezähne tabu sein - das muss er lernen.)

7. Spiel nur mit einem Hund, wenn ein Erwachsener dabei ist.


Hunde vergessen oft beim Spiel, dass Kinder nicht so kräftig sind wie andere Hunde. Sie werden immer ungestümer und hören dann nicht auf dich. Deshalb ist es wichtig, dass notfalls ein Erwachsener hilft. (Das ist gleich die nächste Übung für alle in der Familie - dein Hund lernt, "höflich" mit dir zu spielen.)

8. Versuche nie, raufende Hunde zu trennen.


Egal ob Hunde nur wild miteinander spielen oder wirklich raufen, spiel bitte nicht den Schiedsrichter. Dabei kann man sehr schnell gebissen werden. Schrei auch nicht herum, sondern hol Hilfe - am besten die Hundebesitzer.