Ein Welpe aus unserer Nachzucht
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Allgemeiner deutscher Rottweiler-Klub (ADRK)

Der ADRK führt als einziger Rottweiler-Klub in Deutschland das von der Fédération cynologique internationale (FCI) und dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) anerkannte Zuchtbuch der Rasse Rottweiler. Beide Dachverbände sind die größten und ältesten ihrer Art und geben grundlegende Bedingungen vor, die ein Zuchtverband für eine Mitgliedschaft erfüllen muss. Für viele Hunderassen gibt es mehrere Zuchtvereine, die dem VDH angehören, für die Rasse Rottweiler jedoch nur einen einzigen.

Da Deutschland das Ursprungsland des Rottweiler ist, stellt der ADRK auch den "Standard", also die Rassekennzeichen, zur Verfügung. Der Standard des Rottweilers wurde bereits 1925 im ADRK verfasst und gilt (mit kleinen Änderungen) so bis heute für alle Rottweilerzüchter der FCI. Der ADRK hat sich vor allem der Betreuung der Zucht sowie der Zusammenschluss der Züchter und Freunde der Rasse als Zweck und Aufgabe verschrieben. Durch die vom Klub geführte Zuchtbuchstelle werden die nach den Zuchtbestimmungen gezüchteten Rottweiler von der Geburt an von den Zuchtwarten überwacht und nach Kennzeichnung in das Zuchtbuch des ADRK eingetragen. Wichtig bei der Vereinszugehörigkeit ist, dass der ADRK die Züchter kontrolliert. Es müssen Mindestbestimmungen bei der Zuchstätte eingehalten werden, die Tiere müssen auf Körper und Wesen geprüft sein. Außerdem gibt es etliche Schutzbestimmungen für insbesondere die Zuchthündinnen, z.B. eine Belegsperre nach einer bestimmten Welpenanzahl. Züchter im ADRK müssen Seminare mit Abschlussprüfungen besuchen und bestehen. Zuchttiere müssen ab dem Alter von 15 Monaten auf Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie geröntgt werden und eine Begleithundprüfung sowie eine Zuchttauglichkeitsprüfung mit Wesensüberprüfung bestehen. Unser Klub arbeitet außerdem mit einem DogBase-Computerprogramm. In diesem Programm werden die Zuchtwerte aller im ADRK gezüchteten Rottweiler aufgenommen und täglich aktualisiert. Für den zu erwartenden Wurf errechnet der Züchter die Werte, diese dürfen gerade was die Gesundheit betrifft bestimmte Zahlenwerte nicht übersteigen. Für Zuchthunde muss beim ADRK eine Belegerlaubnis eingeholt werden.

Unsere Würfe im ADRK werden kontrolliert - es finden zwei Wurfabnahmen mit anschließender Registrierung für jeden Welpen im Wurf statt. Tätowiert wird nicht mehr, diese Kennzeichnung wurde durch den moderen Chip, gesetzt vom Tierarzt, ersetzt. Bei der Wurfabnahme in der achten Lebenswoche werden inzwischen auch DNA-Proben der Welpen genommen, die im Zweifelsfall nachweisen könnten, dass der betreffende Hund exakt von seinen beiden in der Ahnentafel genannten Elterntieren abstammt. Jeder Welpe erhält eine Ahnentafel, "überzählige" Tiere wie früher gibt es schon lange nicht mehr. Welpen werden nicht vor Ablauf der achten Lebenswoche abgegeben. Der ADRK hat die im Verband für das Deutsche Hundewesen schärfsten Zuchtregeln, um die Hunde bestmöglichst zu schützen und gleichzeitig einen typischen Rassestandard zu gewährleisten und nicht nervenfeste, nervöse oder untypische Hunde erst gar nicht zur Zucht zuzulassen. Gerade hierzu muss im ADRK eine Zuchttauglichkeitsprüfung abgelegt werden, die alle Sparten des Vielseitigkeitssports beinhaltet. Der Rottweiler gehört zu den acht Gebrauchshunderassen, die noch eine Arbeitsprüfung zur Zuchttauglichkeit ablegen müssen. Es wird dabei unterschieden in Einfachzucht, d.h. Zucht mit Zuchttauglichkeits-, aber ohne Leistungsprüfung und in Leistungszucht, d.h. Zucht mit ZTP und weiteren Leistungsprüfungen im Vielseitigkeitsbereich. Zuletzt gibt es die Körzucht, bei der die Eltern angekört sein müssen. Je nach Zuchtbereich staffelt sich auch der Preis der Welpen.

Natürlich gibt es auch jede Menge andere Verbände, gerne "Dissidenzzucht" genannt - unter anderem sogar eine "nachgemachte FCI" mit gefälschtem, dem Original extrem ähnlichen Logo (das inzwischen gerichtlich verboten wurde). Das Problem bei den meisten dieser Verbände sind, was den Rottweiler betrifft, die fehlenden Zuchtbestimmungen und -kontrolle. Natürlich gibt es zwar überall schwarze Schafe unter den Züchtern, doch in den meisten Dissidenzverbänden wird nicht einmal an grundsätzlichen, sehr sinnvollen Regeln wie Arbeitsprüfungen vor dem Zuchteinsatz festgehalten. Auf Ausstellungen in abgelegenen Dörfern werden unter kaum Konkurrenz ominöse Titel wie "Weltsieger" vergeben, es tauchen längst kastrierte oder verstorbene Hunde in selbst gedruckten Ahnentafeln auf, es werden teils Hunde zum Kupieren der Ruten ins Ausland und wieder zurück gebracht, Welpen ohne Anwesenheit der Elterntiere "vom Fleck weg" an der Tür verkauft... die Liste ist lang.

Auch Papiere sind nicht immer das wert, worauf sie geschrieben sind. Schauen Sie sich also bei der Züchterauswahl genau um!