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| Viele
Rassebeschreibungen behaupten, diese und jene Rasse sei schon seit Jahrhunderten,
wenn nicht schon seit Jahrtausenden existent. Gerade bei der Gruppe der Molosser
wird dabei gerne auf den berüchtigten "Bullbeißer" und molossoide
Hunde zurückgegriffen, von denen man Zeichnungen und Malereien besitzt, die
aber weder dem Rottweiler noch sonst einer heute existenten Rasse besonders ähnlich
sehen. Fakt ist: Bewiesen ist dies alles nicht, wohl kann man eine Verwandschaft
aber auf Grund noch heute vorhandener Wesenszüge und Körpermerkmale
vermuten. Der erste handfeste Beweis
für die Existenz der Rasse Rottweiler stammt von einem Zunftschild der Metzger
von 1886. Auf dem Schild ist ein Hund abgebildet, der bereits die typische Zeichnung
des Rottweilers besitzt und auch von der Größe und Gestalt her zur
Rasse passt. Um diese Zeit lag der Dreh- und Angelpunkt der Viehzüchter und Händler
im Raum um Rottweil. Hier befand sich wie auch heute noch der größte
Viehmarkt der Umgebung. |
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Um die großen Herden zum Markt, ins Feld oder in
den Stall zu treiben, benötigten die Menschen große, kräftige
Hunde. Diese sollten die Herde nicht hüten, sondern sie ausschließlich
auf dem Weg treiben. Umd dabei Huftritten und Bullenköpfen ausweichen zu
können, sollten die Hunde wendig und flink sein. Außerdem sollten die
Vierbeiner ihren menschlichen Gefährten beschützen. Als das Treiben
der Herden mit Hunden immer weniger wurde, setzte man den bis dato gezüchteten
Hundetyp vermehrt zum Bewachen der Häuser und Höfe ein. Gleichzeitig
konnte der charakterstarke Hund problemlos das auf dem Viehmarkt eingenommene
Geld in einem Tierdarm um den Hals gebunden nach Hause transportieren, ohne dass
es gestohlen werden konnte. So bekam die Rasse ihren Namen: Rottweiler Metzgerhund.
Die Metzger und Viehtreiber züchteten ihn ausschließlich auf Leistungsstärke,
denn der Hund war zum Arbeiten da. Im Laufe der Zeit entstand so ein vorzüglicher
Gebrauchshund, der sogar zum ruhigen Ziehen von Fleischerkarren eingesetzt werden
können. |  | | |
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| Schild
der Metzgerzunft aus dem 19. Jahrhundert |
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Seit
1911 wird der Rottweiler offiziell auch als Diensthund im Polizeiwesen genutzt.
Als eine der acht Gebrauchshunderassen ist der Rottweiler bestens zur Arbeit als
Suchhund oder im Sicherheitsdienst geeignet. In den beiden Weltkriegen wurde die
Zahl der zuchtfähigen Rottweiler extrem dezimiert, da die Tiere leider sehr
oft zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Der 1907 gegründete Allgemeine Deutsche
Rottweiler-Klub trug unter dem Verband für das Deutsche Hundewesen seinen
Teil dazu bei, die Rasse wieder aufzubauen. Inzwischen hat der Rottweiler seine
ursprüngliche Aufgabe, den Viehtrieb, größtenteils verloren. Als
Wachhund ist er auch heute noch gerne eingesetzt, der Trend geht jedoch zum Sport-
und Familienhund. Dadurch wandelte sich auch das Äußere des Rottweilers:
Die Rasse wurde insgesamt kräftiger. Nichtsdestotrotz ist der Rottweiler
auch heute noch ein |
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Arco vom Fichtenschlag, 1954 |
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sehr guter Gebrauchshund, der als einer von acht Rassen im
VDH noch eine Arbeitsprüfung zur Zuchttauglichkeit a bsolvieren
muss. Dies gewährleistet ein festes Wesen und einen typischen Rassevertreter.
Seit 1998 darf der Rottweiler endlich nicht mehr an der Rute kupiert werden, was
unserer Rasse einen ganz neuen, eleganten und natürlicheren Ausdruck gegeben
hat. |
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Barry vom Waldhuck, 1973 |
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Arnie vom Falkenstein und Hera von der Teck, 1919 |
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